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Ideen-Muskel-Training

Wenn ich heute auf die vergangenen 6 Jahre zurückblicke, was ich alles an Inhalten für den Schreibkurs geschrieben habe und was ich alles noch schreiben könnte, fällt mir auf, dass ich zu einem relativ unbekannten Muskel im Gehirn noch gar nichts veröffentlicht habe. Und das ist sehr schade, denn gerade für uns Autoren ist dieser Muskel von herausragender Bedeutung.
Dieser Muskel ist selbst den meisten Ärzten und Anatomen nicht bekannt. Es handelt sich hierbei um keinen Muskel im üblichen Sinn aus Muskelfasern, sondern viel mehr um eine Nervenstrecke oder ein Netz aus Nerven, das durch regelmäßiges Training zu einem Highspeednetz werden kann.
Diesen Muskel bezeichnen Insider liebevoll als Ideen-Muskel, denn durch tägliches Benutzen wird das „Erfinden“ neuer Ideen mit Hilfe dieses Muskels sehr einfach.

Wie kann denn so ein Training aussehen?
Der „Erfinder“ des Ideen-Muskels ist James Altucher. Für ihn bedeutet das tägliche Notieren von mindestens 10 Ideen einen enormen Erfolgsschub sowohl beruflich wie auch privat. Durch das tägliche Aufschreiben von 10 Ideen, entwickelt man sich laut Altucher zu einer Ideen-Maschine. Aber gut, so weit möchte ich gar nicht gehen. Die Vorstellung ist für mich nicht sehr erstrebenswert 🙂
Aber die Idee eines Ideen-Muskels, den man einfach benutzen kann, wenn man eine Idee benötigt, ist sehr reizvoll.
Es reichen täglich 10 Ideen. Egal zu welchem Thema, zu welchem Bereich. Die Ideen können abgefahren, unrealistisch, kreativ, konstruktiv, blödsinnig oder genial sein. Bewerte deine Ideen nicht. Schreib auf, was dir einfällt.
Das ist effektives Training und sollte regelmäßig geübt werden, um noch leichter an bessere Ideen zu bekommen.
Eine Idee ist dabei nicht immer nur etwas Neues, es kann auch eine Kombination aus Erinnerung oder Zusammenfassung sein, wenn du beispielsweise ein Buch beendet hast, welche Figuren, Orte, Konflikte, Gedanken etc. Haben dich berührt und sind dir in Erinnerung geblieben.

Meine Erfahrung mit dem Training meines Ideen-Muskels
Bei meinem ersten Mal begann ich voller Elan. Nur 10 Ideen, das sollte doch zu machen sein. Bis zum sechsten Punkt war alles noch einfach, dann wurde die Zeit des Nachdenkens länger und länger. Ich quälte mich schließlich bis zum zehnten Punkt. Ich hatte zu allen Bereichen meines Lebens Ideen gesucht. Vielleicht war das ein Fehler und es waren zu viele ungeordnete Gedanken auf einmal.
Beim nächsten Mal überlegte ich mir 10 Figurennamen und den passenden Charakter dahinter. Das ging schon deutlich leichter. Musste ich doch nur gedanklich durchs Alphabet gehen, Vor- und Nachnamen zusammenstellen und assoziieren, welche Charaktereigenschaft zum Namen passen könnte.
Und so kam ich nach und nach dahinter, dass es für mich sinnvoll ist, vor der 10 Ideen Übung ein Thema festzulegen, zu dem ich 10 Ideen aufschreiben möchte.
Heute zum Beispiel habe ich mir 10 Titel überlegt, zu denen ich in den kommenden Tagen Blogbeiträge verfassen möchte. Das war wirklich nicht schwer.

Möchtest du es nicht auch einmal versuchen? Diese Übung ist so simpel wie sie klingt. Schreibe einfach 10 Ideen auf, egal zu welchem Thema. Versuche es ruhig erst einmal ganz allgemein und bei späteren Übungen zu speziellen Themen. Du wirst dabei feststellen, dass etwa bis zur Hälfte die Ideen von allein kommen, doch jede weitere Idee wird schwieriger, stimmts?

Schreibe mir, wie es dir mit diesem Ideen-Muskel-Training ergangen ist.

Über Kathrin Hamann

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