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Schreib schneller, schreib besser mit der Kortextechnik

Der stressige Alltag führt oft dazu, dass wir uns nicht richtig konzentrieren können, dass wir abends müde sind, oder wenn wir uns hinsetzen, um zu schreiben, dann will uns einfach nichts einfallen. Gerade für uns Autoren ein echtes Problem. Mit Hilfe einer Entspannungstechnik kann man sich jedoch in wenigen Augenblicken selbst helfen. Mit der Kortextechnik, die (und jetzt steinige mich bitte nicht) ein wenig wie Akupressur über Energiemeridiane funktioniert, kannst du dir vor und während des Schreibens eine kurze Auszeit gönnen und Energie tanken.
Du kennst sicher ein paar Akupressurtipps, mit denen man beispielsweise durch einfache Drucktechniken seine Heuschnupfen-Symptome lindern kann, oder Blutdruck oder Schmerzen reduziert werden können.
Gesundheit ist eine hilfreiche Bedingung für entspanntes Schreiben. Zumindest besser, als sich kränkelnd auf den Text zu konzentrieren.

Aber wie kann nun die Kortextechnik helfen, schneller und besser zu schreiben?
Es ist gar nicht so schwierig, die Körper-Seele Verbindung zu finden und zu triggern, um sich mental zu stärken. Diese Kortextechnik orientiert sich an Körpermeridianen und hilft unter anderem bei der Behandlung von Migräne, Depression oder traumatischen Belastungsstörungen.

Um von dieser Therapie zu profitieren, benötigt man keine traumatischen Erlebnisse. Mit Hilfe dieser Technik kann man sich selbst auf eine mentale Ebene bringen, die mit höherer Kreativität und Produktivität einhergeht.
Peter Salomonsen zeigt in diesem Video die Kortextechnik nach Dr. John Veltheim, die „zur körperlich-geistigen Beruhigung für einen frischen, klaren Kopf“ sorgt.

Nach kurzer Zeit beginnt sich deine Atmung zu verlangsamen, Energie fließt spürbar aus den Armen in deinen Kopf. Deine Schultern entspannen sich und deine Gedanken kreisen um deine anstehende Aufgabe. Ein wenig meditativ wirkt das Ganze in jedem Fall auch auf dein Gedanken-Gefühlsmuster. Dir fallen neue Ideen ein und nicht selten auch unerledigte Aufgaben, die du dann erst einmal notieren solltest, damit dich diese Gedanken von der momentanen Aufgabe nicht ablenken.

Bevor du mit dem Schreiben beginnst, rate ich dir unbedingt ein paar Minuten zu warten. Du kannst die Übung durchaus auch länger anwenden. Sammele deine Gedanken und fokussiere dich auf den Text, den du jetzt schreiben möchtest. Dieser wird in deinem Denken kurzzeitig von momentan unwichtigen anderen Dingen verdrängt. Aber dein Text wartet auf dich und wird sich immer mehr in den Vordergrund setzen, sich interessant machen, wenn du es zulässt.

Verbindest du eher negative Gefühle mit dem Schreiben, hast du gerade Schwierigkeiten in den Schreibfluss zu kommen, dann kann dir diese Technik helfen, ins Schreiben zu finden, und deine Arbeit wird dir wieder Freude bereiten. Zweifel über deine Geschichte, Frustrationen über lange andauernde Editierarbeit oder Korrektur werden dir mit der Zeit abhanden kommen. Besonders gut kannst du diese negative Einstellung wegdenken, wenn du bereits bei Anwendung der Kortextetchnik entspannt über deine Situation reflektierst. Halte die Position während du auf dein Manuskript siehst oder auf den Monitor schaust. Lass die negativen Gedanken zu und überdenke, ob sie gerade sinnvoll sind und nicht durch positive ersetzt werden können.

Wenn dich eine Schreibblockade am Schreiben hindert, kann es sehr hilfreich sein, dass du beim Anwenden der Kortextechnik folgende Fragen durchdenkst:

„Wohin soll die Geschichte gehen?“

„Warum kann ich das nicht einfach schreiben?“

„Welche Schritte müssen die Figuren durchlaufen?“

„Warum fühlt sich das so schwer an?“

„Können die Figuren auch anders handeln?“

„Was in meinem Leben könnte der Grund für die Schreibblockade sein und kann ich das irgendwie auflösen?“

„Kann ich nicht einfach mit der nächsten Szene weiter machen?“

Und während du darüber nachdenkst, versucht dein Unterbewusstsein nach Lösungen zu suchen. Lass diese Gedanken fließen. Hinter dich nicht selbst daran, auf die Lösung zu kommen. Diese ist meist recht einfach. Horche in dich hinein, noch während du Hinterkopf und Stirn berührst.

Nach neuen Ideen suchen mit Hilfe der Kortexmethode. Diese Technik kann dir sogar dabei helfen dich mit neuen Ideen zu fluten. Achte dabei jedoch auf deinen inneren Zensor. Dein Unterbewusstsein arbeitet und entwickelt viele neue Ideen. Oftmals so schnell, als würde alles gleichzeitig passieren. Wenn du die Kortextechnik anwendest, kann sich dein Unterbewusstsein sehr viel freier entfalten, ohne dass der übergeordnete Zensor dazwischen funkt.

Du kannst das Brainstorming mit folgenden Fragen beginnen:

„Wie kann mein Held von Ort X nach Ort Y gelangen?“

„Warum will mein Antiheld unbedingt XYZ erreichen?“

„Was wäre das Schlimmste für meinen Helden?“

Horche in dich hinein. Dein Unterbewusstsein hat unendlich viele Lösungen parat. Und erst Recht dann, wenn du selbst viel liest und die Übungen schon oft durchgeführt hast. Wenn ich diese Methode fürs Brainstorming anwende, schreibe ich neue Ideen nicht gleich auf, sondern sammele und sortiere diese in meinem Kopf. Leider passiert es dann oft, dass ich die Ideen schon bewerte, aussortiere und gar nicht erst aufschreibe. Das geht so schnell, dass ich mir dessen oft nicht bewusst werde. Hier muss ich mich selbst zum langsameren Denken zwingen, damit ich auch wirklich alle Ideen aufschreibe. Ich erstelle eine Liste und schreibe dann einfach drauf los. In kurzer Zeit erhalte ich eine ziemlich lange Liste, die mich jedes Mal aufs Neue überrascht, was ich in so kurzer Zeit geschafft habe.

Die Kortexmethode eignet sich nicht nur für den Start einer Schreibstunde. Vielmehr nutze ich diese Technik auch um zwischendurch eine kurze Pause einzulegen. Ich bin ein Schreibsprinter. Ich setze mir Schreibzeiten zwischen 15 bis 30 Minuten und schreibe in dieser Zeit so viel Text wie nur möglich. Danach kommt eine 5-10 minütigen Pause in der ich mit Hilfe der Kortextechnik entspanne und neue Energie sammele.

Für mich ist diese Methode sehr hilfreich, und ich bin mir sicher, dass sie auch bei dir gelingen wird, wenn du dich darauf einlässt und dies regelmäßig anwendest. Allein schon als psychologischer Trigger, als Startsignal für deinen Körper und Geist, mit dem Schreiben zu beginnen.
Konzentriere dich ganz auf deinen Text, schreibe los.

Über Kathrin Hamann

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