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Schreiben unter Zeitdruck

In den letzten zwei Wochen haben Irina und ich ein interessantes Experiment gestartet. Nun wollen wir euch über die ersten erstaunlichen Ergebnisse informieren. Dies soll heute auch gleich mit einer Aufgabe der Woche und einem Wettbewerb für euch verbunden werden.

Irina und ich suchen neben unseren Vollzeitjobs immer wieder Herausforderungen zum Thema Schreiben. Wir hatten Anfang April nur als Scherz einen internen Wettbewerb gestartet. Die Idee war: wer von uns beiden kann mit Zeitdruck besser umgehen und arbeiten.
Folgendes Szenario stellten wir auf:
Es sollen 10 Texte (Sachtexte und kurze Geschichten) anhand von vorgegebenen Schlüsselwörtern innerhalb einer sehr kurzen Zeit geschrieben werden.
Irina stellte für mich die Schlüsselwörter auf und ich diese für sie. Wer zuerst mit den 10 Texten (Geschichte oder Sachtext) fertig war, der hat gewonnen.
Nun wir sind noch mitten im Texten, aber Irina liegt mit zwei Texten vorn. Das liegt vielleicht daran, dass ich zur Zeit wieder endlos Nachtdienste schiebe, die nicht unbedingt ruhig sind 😉 .

Zwischenfazit:
Unter Zeitdruck arbeiten, ist extrem anstrengend, konzentriert sich die ganze Kraft doch nur auf den Text. Wer unter Zeitdruck arbeiten kann, erreicht durch die Fokussierung wirklich tolle Texte. So hat Irina einen Text zu der neuen Mobilfunktechnik LTE schreiben müssen. Hehe, war nicht einfach, oder? Allein schon die Recherchearbeit 😉 Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Mit meinem Text zur Canon Pixma MG8150 bin ich auch sehr zufrieden.
Durch die Fokussierung der Aufmerksamkeit allein auf Recherche und Texterstellung, war ich in der Lage einen Sachtext zu einem Gerät zu schreiben, das ich weder besitze, je live gesehen habe oder je in der Hand hielt.
Das Schreiben unter diesen Bedingungen macht großen Spaß. Da bei mir noch 4 Texte offen sind, beeile ich mich jetzt aber lieber.

Zur Wochenaufgabe, die unter dem Motto „Schreiben unter Zeitdruck“ steht.
Schreibt eine kurze Geschichte (300-400 Wörter) mit den Schlüsselwörtern: Prinzessin, Mülleimer und Maiglöckchen. Wer lieber einen Sachtext schreiben möchte, sollte folgende Schlüsselwörter verwenden: Chaise lounge, Garten, Sonnenschirm. Das kann in Form eines Werbetextes oder als Blogbeitrag erfolgen

Die ersten drei Autoren mit eingereichten und als Kommentare erscheinenden Texte bekommen das eBook: „Literarisches Schreiben“ von Lajos Egri – geschenkt. Also beeilt euch! Und nun viel Spaß.

Eure Kathrin

Über Kathrin Hamann

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9 Kommentare

  1. Jedes mal aufstehen

    Prinzessin Convallaria liebte ihren Garten über alles. Jeden Tag ging sie darin spazieren und besprach mit Jakob dem Gärtner, welche Arbeiten als nächstes zu erledigen wären. Besonders liebte sie das Frühjahr, wenn die zarten Blüten alles mit bunten Farben schmückten.
    Convallarias Vater war sehr betagt und dachte daran, die Regentschaft an seine Tochter zu übergeben. Die Prinzessin fürchtete sich vor dem Tag, an dem ihr Vater sie mit den Staatsgeschäften betrauen würde. Sie hoffte, eine gute Regentin zu werden, glaubte aber nicht, dass sie es schaffen könnte. Der alte König nahm seine Tochter zur Seite und führte ein langes, ernstes Gespräch mit ihr. Convallaria erklärte ihre Sorgen dem Vater. Schließlich schlug sie vor, dass sie auf die Wanderschaft gehen wolle, um zu lernen, wie andere Herrscher ihre Völker regierten. Unter Protest stimmte der Vater dem Vorhaben seiner Tochter zu, denn er wusste, er würde sie nicht umstimmen können.
    An einem warmen Frühsommertag zog Convallaria los. Sie hatte ein schlichtes Reisekleid angezogen und als Erinnerung an ihren Garten ein kleines Sträußchen Maiglöckchen an den Kragen gesteckt.
    Sie war gerade zwei Tagesreisen weit gekommen, als ihr am Wegrand ein Mülleimer auffiel. Er stand mitten auf einer Wegkreuzung. Neugierig nahm sie ihn in Augenschein. Als sie sich gerade über die Öffnung beugen wollte, kam ein struppiger Kopf zum Vorschein: „Könnt Ihr nicht anklopfen?“ herrschte sie eine barsche Stimme an. „Entschuldigung,“ stammelte Convallaria, „ich wusste nicht, dass dieser Mülleimer bewohnt ist.“
    „Geh mir ein wenig aus der Sonne!“ forderte das Männchen sie unfreundlich auf. Convallaria blieb unerschrocken und fragte: „Wer bist Du und was machst Du hier?“
    „Ich bin Kyon und ich denke,“ brummte der Bärtige.
    Convallaria überlegte einen Augenblick und fragte dann: „Was denkst Du, wie regiert man am besten ein Königreich?“
    Nachdenklich schaute der Alte sie an und sagte schließlich überraschend sanft: „Die Kunst allen Tuns liegt nicht darin, niemals zu fallen, sondern jedes mal wieder aufzustehen, wenn man gescheitert ist.“
    Convallaria setzte sich neben die Mülltonne und dachte nach. Es wurde dunkel, doch die Kälte der Nacht konnte ihr nichts anhaben. Im ersten Morgenrot erhob sie sich, klopfte leise an die Tonne und flüsterte: „Danke.“
    Dann kehrte sie zu ihrem Vater zurück und zögerte nicht länger, sich ihren Aufgaben zu stellen.

    • Kathrin Hamann

      Guten Morgen Anna,

      danke für deinen Kommentar. Deine Geschichte ist sehr schön, wie lange hast du dafür gebraucht?
      Du bekommst heute per eMail dein verdientes eBook zugeschickt.

      Liebe Grüße
      Kathrin

  2. Prinzessin Tala

    In einer Welt, die von Krieg beherrscht wird, gab es nur noch ein einziges Land, das an ihre wunderschöne Prinzessin glaubte. Prinzessin Zada liebte ihr Volk und ihr, wenn auch sehr kleines Land. Doch gab es oft auch Tage an den sie sehr traurig war und nichts mehr von den schlimmen Kriegen in den anderen Ländern, hören wollte. An solchen Tagen begab sie sich in den großen Park, hinter dem Schloss und machte lange Spaziergänge. Besonders liebte sie es im Frühjahr, wenn die Blumen und Bäume wieder zum leben erwachten, durch den Park zuwandern. Die Wiesen waren voll mit Maiglöckchen, Schneeglöckchen und vielen anderen Frühlingsblumen. Ihr Anblick war so wohltuend für Zada, das sie all ihre Traurigkeit vergaß und lächelnd ins Schloss zurück kehrte.
    Eines Tages hatte sie wieder mal das Bedürfnis im Park zu spazieren und machte sich gleich nachdem Frühstück auf den Weg.
    Sie war schon gute drei Stunden unterwegs, als sie an einen kleinen Pavillon kam. Eine Alte Frau saß davor und summte fröhlich vor sich hin. Prinzessen Tala begrüsste sie und fragte:,, Wie kommt es das ihr so fröhlich seit? Wo doch all die schrecklichen Kriege um uns herum toben?“ Die Alte Frau wirkte sichtlich erstaunt und antwortete:,, Gewiss geliebt Prinzessin, aber habt ihr denn noch nicht gehört, was heute geschah?“ ,,Nein! wärt ihr so gütig es mir zu erzählen?“ Die Alte Frau nahm einen Zettel aus dem Mülleimer, der neben ihr stand und reicht ihn an Zada weiter.
    Auf diesem Zettel stand in großen Buchstaben geschrieben: Alle Länder bestätigen das neue Abkommen und erklären das fort an Frieden herrschen soll! ,,Ist das Wahr oder handelt es sich nur um eine Täuschung?“ fragte Zada voller Hoffnung. ,,Ja es ist Wahr! Viele Boten wurden ausgesandt um die frohe Botschaft zu verbreiten.“ Zada sprang vor Freude auf und lief so schnell sie konnte zum Schloss zurück.
    Nie würde sie diesen Tag vergessen, schließlich hatte sie so lange darauf warten müssen. Sie würde auch weiterhin ihre Spaziergänge im Park machen, doch nie mehr müsste sie eine Träne, des Krieges wegen vergießen und so lebte Glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

    • Kathrin Hamann

      Guten Morgen Janet,

      danke für deinen Kommentar. Deine Geschichte gefällt mir auch sehr gut. Du standest sicher unter Zeitdruck. Nimm dir dennoch ein paar Minuten, deinen Text nocheinmal zu überarbeiten, und wenn es nur 60 Sekunden sind. Du verschenkst dir damit nichts 🙂 Schau nochmal auf den Namen deiner Hauptfigur. Ich kenne das, mitten im Text wollen die Figuren plötzlich einen neuen Namen 😉
      Du bekommst heute per eMail dein verdientes eBook zugeschickt.

      Liebe Grüße
      Kathrin

  3. Hui, vielleicht werde ich ja der glückliche Dritte und gewinne auch ein eBook, für mein neues iPad 🙂

    @Janet: sehr schöne Geschichte, aber heißt die Prinzessin jetzt Zada oder Tala. Beides sind sehr schöne Namen.

    So, nun zu meiner Geschichte (in 10 Minuten):

    Die Maiglöckchen blühten dieses Jahr nicht. Etwas war geschehen, das das ganze Land von König Drowin zerfraß. Eine unheimliche Plage, gerfäßiger, blutgieriger Termitenschwärem. Wo sie landeten, war bald nur noch nackter Boden. Kein Grashalm regte sich mehr, kein Vogel saß und zwitscherte mehr in den Bäumen. Das Land war trist und karg. Sogar der Garten des königlichen Palastes, sah aus wie ein Winteracker nach frostigen Jahren. Prinzessin Velesia hatte keine Tränen mehr. Ihre Augen waren trüb, und ihr Vater erboste sich über die Unfähigkeit seiner Gärtner, dem allesfressenden Schwarm zu trotzen.
    Eines Tages klopfte ein runzeliges Weiblein an die Tore des Palastes. Man ließ sie nur herein, weil sie ein Mittel versprach, das der fliegenden Pest den Garaus machen würde. König Drowin lies die Alte herbeiführen. Sie versprach ihm das Zaubermittel unter der Bedingung, dass der König sie danach küssen würde. Das runzlige und fältige Gesicht war dem König zu wider, als er aber seine klagende Tochte am Burggraben stehen sah, überlegte er es sich ander. König Drowin nahm der Alten das Mittel aus der Hand und küsste sie flüchtig auf die Wange. In dem selben Augenblick ergriff die Alte seine Hand und drückte so fest zu, dass der König vor Schreck keine Luft holen konnte. Mit der anderen Hand drehte die Frau den Kopf des Königs so, dass sich ihre Lippen berührten. Unter dem Kuss verwandelte sich die runzlige Frau in eine anmutige Schönheit. Eine Träne berührte die Wange des Königs, der erstaunt nach Luft schnappte, als sich ihre Lippen lösten. Ein lieblicher Duft entströmte dem Fläschchen, das er noch in einer Hand hielt. Der Duft breitete sich im ganzen Raum, im ganzen Palast und im ganzen Land aus. In dem Moment erblühten die Rosen am Fenster, Vögelein begannen zu singen, die Wiese erstrahlte im satten Grün, und die Prinzessin begann durch den neu erblühten Park zu rennen.

    Na, und wie geht es jetzt weiter?
    Hm, der König heiratete die schöne Frau und Prinzessin Velesia wuchs zu einer glücklichen jungen Frau heran.

    • Kathrin Hamann

      Guten Morgen Thomas.
      Ich habe schon bemerkt, dass du ziemlich fleißig bist. Und auch deine Geschichte finde ich gelungen. Ja, du hast als dritter Kommentator auch das ebook gewonnen, das sende ich dir per eMail zu.
      Das runzlige Weiblein ist eine interessante Person. Da habe ich viele Fragen, wie sie zu der Gestalt gekommen ist. Magst du dazu ein kleines Märchen für unseren Kinderbereich schreiben?

      Liebe Grüße Kathrin

  4. Oh, ich habe den Mülleimer vergessen? Hm, wie baue ich den jetzt ein???

    Ah ja, die Prinzessin steht auf dem Burggraben neben einem umgekippten Mülleimer.

    Darf ich jetzt auch ein eBook haben?

    Liebe Grüße
    Thomas

  5. Ohje!!!
    Was habe ich denn da gemacht, so jetzt nochmal….

    Prinzessin Zada
    In einer Welt, die von Krieg beherrscht wird, gab es nur noch ein einziges Land, das an ihre wunderschöne Prinzessin glaubte. Prinzessin Zada liebte ihr Volk und ihr, wenn auch sehr kleines Land. Doch gab es oft auch Tage an den sie sehr traurig war und nichts mehr von den schlimmen Kriegen in den anderen Ländern, hören wollte. An solchen Tagen begab sie sich in den großen Park, hinter dem Schloss und machte lange Spaziergänge. Besonders liebte sie es im Frühjahr, wenn die Blumen und Bäume wieder zum leben erwachten, durch den Park zuwandern. Die Wiesen waren voll mit Maiglöckchen, Schneeglöckchen und vielen anderen Frühlingsblumen. Ihr Anblick war so wohltuend für Zada, das sie all ihre Traurigkeit vergaß und lächelnd ins Schloss zurück kehrte.
    Eines Tages hatte sie wieder mal das Bedürfnis im Park zu spazieren und machte sich gleich nachdem Frühstück auf den Weg.
    Sie war schon gute drei Stunden unterwegs, als sie an einen kleinen Pavillon kam. Eine alte Frau saß davor und summte fröhlich vor sich hin. Prinzessen Zada begrüsste sie und fragte:,, Wie kommt es das ihr so fröhlich seit? Wo doch all die schrecklichen Kriege um uns herum toben?” Die alte Frau wirkte sichtlich erstaunt und antwortete:,, Gewiss geliebt Prinzessin, aber habt ihr denn noch nicht gehört, was heute geschah?” ,,Nein! wärt ihr so gütig es mir zu erzählen?” Die alte Frau nahm einen Zettel aus dem Mülleimer, der neben ihr stand und reicht ihn an Zada weiter.
    Auf diesem Zettel stand in großen Buchstaben geschrieben: Alle Länder bestätigen das neue Abkommen und erklären das fort an Frieden herrschen soll! ,,Ist das Wahr oder handelt es sich nur um eine Täuschung?” fragte Zada voller Hoffnung. ,,Ja es ist Wahr! Viele Boten wurden ausgesandt um die frohe Botschaft zu verbreiten.” Zada sprang vor Freude auf und lief so schnell sie konnte zum Schloss zurück.
    Nie würde sie diesen Tag vergessen, schließlich hatte sie so lange darauf warten müssen. Sie würde auch weiterhin ihre Spaziergänge im Park machen, doch nie mehr müsste sie eine Träne, des Krieges wegen vergießen und so lebte sie Glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

    • Kathrin Hamann

      Hallo Janet, Hey prima, dass du es noch überarbeitet hast, danke. Hast du schon die neue Aufgabe gesehen?

      Liebe Grüsse
      Kathrin

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