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Das Trinergetische-Modell (von Roman Braun)

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Heute hatte ich den ersten Kontakt mit Roman Braun – ein österreichischer Psychologe, Philosoph und Pädagoge.

Über eines seiner vielen Bücher wurde ich auf ihn aufmerksam, da er in Deutschland wohl nicht so bekannt ist wie Lothar J. Seiwert oder Werner Tiki Küstenmacher + Marion Küstenmacher (simplify your life – Mit Kindern einfacher und glücklicher leben)

Roman Braun entwickelte aus dem Drama-Dreieck die Trinergetische-Modell. (Quelle Wikipedia)
Anstelle von Täter, Opfer und Retter treten die Primärenergien: „Macher“, „Mentor“ und „Muse“. Die Positionen werden wie folgt eingenommen: Macher zu Mentor zu Muse zu Macher. Das garantiert eine konfliktfreie und Win-Win-orientierte Kommunikation. Dieser Ablauf ist für die Entstehung und Eskalation von Konflikten verantwortlich.

Als Anregung für den Schreibprozess hingegen sehe ich das Trinergetische Modell als Anregung für jeden meiner Kursteilnehmer. Dabei sehe ich den Kurs jedoch nicht in der Mentor-Rolle. Vielmehr ist die Rollenverteilung: Muse, Macher, Mentor ein fließender Prozess eines jeden Schreibenden.

Zuerst ist da eine Idee, die durch die Muse dem Macher eingegeben wird. Dabei ist Muse und Macher die selbe Person. der Mentor kommt erst nach Abschluss des Schreibens hinzu, wenn das Rohmanuskript fertiggestellt ist. Der Mentor liest nicht aus der Sicht des Machers oder dem Ideengeber die Geschichte, sondern mit kritischem Blick auf den Text, den Konflikt, die handelnden Figuren und die Handlungsorte. Dabei werden die kritischen Punkte notiert und erst nach Ende dieser Mentorphase, wandelt sich der Mentor wieder in den Macher. Die Kritikpunkte werden nacheinander abgearbeitet und umgesetzt.

Manche Autoren sind mit allen drei Rollen so gut vertraut, dass eine Trennung nicht sichtbar ist.

Doch sollten gerade angehende Autoren ihre musischen Fähigkeiten, also ihre kreativen Phasen, nicht von nüchternen und selbstkritischen Gedanken bremsen.

Mein Tipp: wenn sie eine Idee haben, dann einfach mit dem Schreiben beginnen. So lange Schreiben, bis die Idee erschöpfend schriftlich festgehalten ist. Kommen weitere Ideen dazu, diese nicht abwerten, sondern weiter zu Papier bringen.
Das ist der kreative, musische Prozess, der so viel Spaß macht. Kritisch kann man immer noch über den Text gehen, aber erst wenn dieser einige Zeit im Schreibtisch, im PC oder dem Notizblock „gereift“ ist.

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